Manfred Voss | Biografie

„Fotografie und Lichtgestaltung – eine Leidenschaft, die mich wieder und wieder aufs Neue überrascht, mich herausfordert und mir absolut einzigartige Momente beschert, die ich außer im Leben mit meiner Familie sonst nirgends so intensiv erfahre.“

 

 

 

 

 

 

Wie der erste Kuss einer Jugendliebe

Wenn ich auf den Auslöser meiner Kamera drücke, liegt meist ein spannender und langer Weg hinter mir – im übertragenen und wörtlichen Sinne. 

Der Weg beginnt meist mit einem Gefühl, einer Idee, einer Inspiration. Ist das Motiv im Kopf gereift und recherchiert begebe ich mich auf die Reise. Es zieht mich an diesen einen Ort der Welt, den ich live  erleben und in einem einzigen Bild festhalten  möchte. 

Dort angekommen gibt es viele spannende Überraschungen, und oft ist es das Licht und die Natur selbst die einem unglaublich schöne Momente bescheren kann. Momente voller Magie und Intensität – wie der erste Kuss einer Jugendliebe.

Bibelstunden im Garten

Aufgewachsen bin ich in Flensburg. Meine ersten Fotos machte ich im Alter von acht Jahren – mit einer Kamera, die mir mein Vater geschenkt hatte. Schon damals keimte in mir die Begeisterung für Landschaftsmotive, die ich auf den vielen Familienreisen fotografierte. In der Dunkelkammer im heimischen Keller entwickelte ich die Prints selbst.

Meine erste eigene Ausstellung zeigte ich mit 11 Jahren in einem Flensburger Jugendzentrum. Die Fotos waren auf einer kirchlichen Jugendreise entstanden, heimlich während der täglichen Bibelstunden. Sie drehten sich um Dinge, die mich als 11-Jährigen mehr bewegten als die eigentliche Bibelstunde: ein angekauter Bleistift, mit Herzen bedruckt und neben einer Bibel im Gras liegend, oder das lockige, sonnendurchflutete Haar eines Mädchens, das im Garten ein Kirchenlied singt. Wieder ist es die Natur, die mich inspiriert. Hätten die Bibelstunden nicht im Garten, sondern in der Kirche stattgefunden, so weiß ich heute, hätte ich kein einziges Bild gemacht.

Poesiealbum und Tagebuch des Lebens

In meinem Leben war und ist die Fotografie ein ständiger Begleiter – in der Heimat und in der Fremde. Über 35 Länder habe ich inzwischen bereist, und jedes einzelne hier entstandene Bild ist eine Hommage auf die Schönheit der Welt und ein sehr persönlicher Moment meines Lebens.


Beim Fotografieren folge ich nur mir selbst, reduziere mich auf ein einziges Bild, einen einzigen Moment, den ich gerne mitnehmen möchte – ohne Kompromisse und frei von der allgegenwärtigen Zeitnot der modernen Welt. Was mich innerlich berührt und was ich als Mensch so liebe, zeige ich nur in meinen ganz persönlichen Bildern. Die Fotografie ist das Poesiealbum und Tagebuch meines Lebens.